Firmengeschichte

Heute vor 30 Jahren                                                            oder: die Geschichte von Marita Buch und Papier

Wir schreiben das Jahr 1985. Ja 30 Jahre ist es her, da machte eine junge Frau, die bei einem der größten deutschen Verlage die rechte Hand des Verkaufsleiters war, in ihrer Mittagspause einige Einkäufe. Unter anderem erstand sie in einer Papeterie in unserer Landeshauptstadt einen Geschenkkarton für das Geburtstagsgeschenk ihrer besten Freundin. Dabei fiel ihr auf, dass sie das gleiche in ihrer Heimatstadt Kirrlach nicht hätte kaufen können. Denn - obwohl es dort Läden in Hülle und Fülle gab - Produkte in dieser Art gab es dort nicht. Dieser Gedanke ließ sie nicht los.

 

Schon als Kind hatte sie staunend vor der Auslage der Hutmacherin Friedel Nagel gestanden und hatte davon geträumt, eines Tages selbst Ladenbesitzerin zu sein. Nun war es an der Zeit, diesen Traum zu verwirklichen.

Gegen viele Widerstände eröffnete am 13. Juli 1985 Marita Buch und Papier in eben diesen Räumen besagter Hutmacherin - ein Zufall? Uri Geller würde das abstreiten.

Der immense Erfolg ihres Lädchens zwang Marita schon wenige Jahre später zum Umzug in größere Räumlichkeiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite, in denen zu ihren Kindheitstagen noch die Tankstelle und Werkstätte der Familie Lerch war.

Das Sortiment konnte nun ausgeweitet werden: Bücher, Zeitschriften, Karten, Bürobedarf, Schulartikel usw.

 

In all den Jahren entwickelte Marita für sich Grundsätze, die sie immer wieder aktualisierte und anpasste, die aber im Grundsatz immer ihre Gültigkeit behielten:

 

Der Wunsch des Kunden steht ganz oben.

Es bereitet ihr und ihren Mitarbeiterinnen immer besonders viel Freude, einem Kunden ein Buch zu besorgen, von dem dieser im Zweifel nur weiß, wovon es handelt, aber weder Titel noch Autor kennt. Jenes Buch dann beispielsweise von einem kleinen Verlag in der Schweiz zu beschaffen, mag zwar betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll sein, aber es befriedigt den Kunden - und den Buchhändler.

 

Gestresste Eltern, die mit ihren Kindern den ersten Füller kaufen möchten, sollten am Ende ihres Einkaufs ebenso zufrieden sein wie ihre Kinder. Vielleicht weil sie während des Probeschreibens und der Beratung ihrer Sprösslinge in Ruhe einen Espresso trinken konnten.

 

Nur zufriedene Mitarbeiter können für zufriedene Kunden sorgen. So war es Marita von Anfang an ein Anliegen, auch Arbeitsplätze für Mütter anzubieten. Da gab es dann schon mal die eine oder andere Mitarbeiterin, die einfach ihr Kind mit zur Arbeit brachte und man kümmerte sich dann abwechselnd darum.

 

30 Jahre sind eine lange Zeit, da muss auch ein kleiner Laden die eine oder andere Veränderung mitmachen, denn wer nicht mir der Zeit geht, geht mit der Zeit.

So waren auch nach 25 Jahren wieder Veränderungen angesagt. Der Bürobedarf ist aus dem Sortiment gefallen. Was bleibt sind die Bücher, die Glückwunschkarten, Schreibwaren und Geschenke....

 

...Und vor allem die Grundsätze: Der Kunde bleibt König.

Und noch etwas: Der Kreis schließt sich wieder. Die Tochter der Hutmacherin Friedel Nagel ist heute Mitarbeiterin.